Früher war es in der Türkei üblich, dass der zukünftige Schwiegersohn mit seinen Eltern bei der Familie der zukünftigen Braut um die Hand seiner Allerliebsten anhielt. Heute wird das selbst in den Großstädten noch so gehandhabt – manchmal weil es so gewollt ist, manchmal einfach auch der alten Tradition zuliebe. Man stellt sich vor, plaudert ein wenig über dies und das, lernt sich kennen…die zukünftige Braut hat sich schon längst in die Küche verzogen, um den Gästen den türkischen Mokka vorzubereiten. Je größer das Schaumhäubchen, desto beliebter macht sich die zukünftige Braut … ein Zeichen von Fleiß und Geschicklichkeit!

In den Mokka des Bräutigams kann die Braut Salz dazumischen…und zwar so viel sie mag! Sobald der Mokka serviert wird, wenden alle ihre Blicke ( ganz unauffällig ) dem Bräutigam zu, denn das Spiel ist allen bekannt. Trinkt er den Mokka nun ohne eine Miene zu verziehen, so handelt es sich um einen Menschen, der anpassungsfähig ist, also um jemanden mit gutem Charakter. Verzieht er dabei das Gesicht, so weiß die Braut bescheid und überlegt es sich nochmal genau mit der Heirat. Stellt er den Mokka bei Seite und trinkt er ihn nicht – so handelt es sich nicht um den passenden Partner …

So ist die Geschichte mit dem Salz im Mokka überall bekannt, als Heiratskriterium wird die Reaktion allerdings nicht mehr ernst genommen … obwohl das Spielchen so mancher Frau immer noch viel Spaß bereiten könnte 🙂

Update > Wie David seine Mokka zum Heiratsantrag getrunken hat, lest ihr hier.

 

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