Vor einiger Zeit haben wir hier das Rezept und das Video von içli köfte (mit Hackfleisch und Walnuss gefüllte Weizenklößchen) gepostet. Von einer Freundin habe ich die Geschichte, bzw. den Brauch hinter diesem Gericht erfahren und wollte das mit Euch teilen.

In Südostanatolien, wo içli köfte ein weit verbreitetes und beliebtes Gericht ist, gibt es seit jeher den Brauch, wonach die Schwiegermutter für den Tag der Hochzeitsfeier içli köfte zubereitet. Die Schwiegermutter bereitet alles mit viel Hingabe zu. Sie höhlt die Bulgurklöse aus, drückt behutsam die Hackfleischfüllung hinein, verschließt die Öffnung fein säuberlich und wünscht sich still und heimlich dabei, dass der Mund ihrer Schiegertochter in spe genauso verschlossen sein möge. Damit erhofft sich jede Mutter ihre zufünftige Schwiegertochter möge nicht zu geschwätzig, klatschsüchtig oder nörgelig sein und ihrem Sohn eine gehorsame Ehefrau. Anschließend werden die Klöße dann gekocht oder gebraten und von allen Gästen während der Feierlichkeiten genüßlich verspeist.

Wie viele andere Bräuche wird auch dieser heutzutage nicht mehr oder nur noch sehr selten gelebt….schade für die Liebhaber dieser schönen und sehr zeitaufwändigen Speise ;D

Auf jeden Fall viel Spaß beim Zubereiten

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