Seit ein paar Wochen ist eine Bild-Reporterin in Istanbul angesiedelt und berichtet von der Integration in das türkische Leben. Der letzte Bericht war allgemein über Essen und Straßen-Essen – sprich türkisches Fast-Food in der 12-Millionen Metropole. Dazu muss ich leider ein paar Meinungen zu ihren Aussagen beisteuern:

  • …„Meze“, die türkischen Tapas, mit denen man sich bereits vor dem Hauptgang ständig den Bauch viel zu voll schlägt…
  • >>> also Meze kann man zwar mit Tapas vergleichen, sind aber nicht nur Vorspeisen. Es kann (wie auch in Spanien mit Wein/Bier) bei einem ausgedehnten Raki-Abend nur Meze gegessen werden. Dann spart man sich die Hauptspeise. 😉
  • …„İmam bayıldı“. Ich koste es in einem Restaurant um die Ecke, und es schmeckt – naja, nach Aubergine. Ich salze nach, und lerne: Übersetzt heißt die Speise „Der Imam fiel in Ohnmacht“. Ob vor Verzweiflung oder vor Begeisterung, bleibt offen.…
  • > die korrektere Übersetzung heißt: Der Imam ist entzückt. Dabei ist das Verb bayıldı 2-deutig. Es bedeutet (je nach Zusammenhang) in Ohnmacht gefallen oder begeistert/entzückt. Daher kann ich nur empfehlen, dass sie es noch mal hausgemacht probiert. 😉
  • …Du musst Kocoreç essen!“ Kocoreç – ein hier ziemlich beliebtes Innereien-Gericht, das das EU-Gesetz verbieten würde. Fies sehen sie aus, diese Knübbelchen (klein geschnittene Därme!) auf dem Grill. Sie werden mir im Brötchen gereicht. Sind ein bisschen scharf. Aber ebenfalls genießbar.…
  • >>> es heißt Kokoreç! Es besteht nicht aus Innereien, sondern nur aus Schafsdärmen, wobei das EU-Verbot nicht
    für die Speise gelten würde, sondern für den Straßenverkauf. Es gibt ja auch deutsche Bockwurst, die mit türkischem Schafsdarm umhüllt ist. 😉
  • …Zu ALLEM gibt es Brot. 200 Kilo „ekmek“ (wie ich mir jetzt endlich merken kann) isst man hier pro Kopf und Jahr, so viel wie weltweit nirgends. Kohlenhydrate-Diät adé…
  • >>> das kann ich nur bestätigen. In Deutschland wird im Vergleich pro Kopf knapp 85kg gegessen. Hier der Nachweis für die Türkei mit 200kg auf Platz 1 der Welt!!!
  • …P.S. Ach ja. Döner hat übrigens keiner empfohlen. Ich hakte noch mal nach. Einheitliche Antwort: Den soll ich essen, wenn ich wieder in Deutschland bin.
  • >>> Vielleicht nicht auf der Straße, aber im Restaurant einen schönen Iskender-Döner! Unübertrefflich!!!

Hier der gesamte Artikel: Schöner ohne Döner?. Trotzdem werde ich sehr gerne ab und zu auf dem Bild.de-Blog über die deutsche Migrantin in Istanbul vorbeischauen. 🙂

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