Nächste Woche fliegen wir in die Türkei. Letztes Jahr hatten wir uns für Italien entschieden, was auch sehr entspannend war. Dieses Jahr zieht uns die Türkei wieder in ihren Bann, weil wir die Verwandtschaft vermissen und natürlich das leckere Essen. Egal ob zuhause oder in den örtlichen Straßenkantinen (also das Essen). Während der nächsten Wochen werden wir also ab und zu mal was schreiben und neue Fotos hochladen. Mal sehen, was so passiert. Aber wo wart ihr oder wie kommt ihr dieses Jahr in den Sommerurlaub? Fahrt ihr mit dem Auto oder fliegt ihr? Oder gar mit der Fähre? Dazu ein TV-Tipp zum Nachgucken:

Zwiebelbomber und Kapıkule

Wir haben hier ja schon ab und zu über Arte.TV berichtet und sind immer wieder ganz begeistert. Letztes Jahr die Istanbul Reihe oder Mustafas süße Träume. Die Reihe Karambolage ist uns schon vor ein paar Wochen aufgefallen mit Grillen yapmak. Nun aber war eine Reportage über die typische Fahrt in die Türkei. Erinnerungen sind bei mir hochgekommen. Habe ich diese Tortur doch als Kind einige Male ertragen müssen. Ich will gar nicht erwähnen, wie oft mir schlecht gewordenist … Aber es war immer spannend. Besonders die grimmigen Zoll-Beamten. Was wir alles an „Papier“ losgeworden sind… Im Bericht wird auch über das Klischee Ford Transit (umgangssprachlich Zwiebelbomber) genannt berichtet. Wir hatten nie einen. Leider findet man im Internet auch keine Bilder dazu. So ein vollgepackter Ford wäre schon klasse. Habt ihr Fotos in euren Sammlungen??

Originaltext aus der ARTE-Reportage: „Seine wichtigste Aufgabe war, uns ein Mal im Jahr in die Türkei zu bringen. Dazu wurde er beladen wie ein Esel. Koffer quetschten sich an Waschmaschinen, Fernseher an VHS-Recorder. Für jeden Verwandten gab es ein Geschenk „made in germany“. Unverzichtbare Nahrungsmittel, die in der Türkei nicht erhältlich waren, deponierten wir in einem eigens für die Reise gekauften Kühlschrank mit eigenem Stromanschluss. Das Auto war voll und wir saßen noch nicht einmal drin. Tausende von Ford Transits verließen damals zur Urlaubssaison Deutschland, da begegnete man schon dem einen oder anderen Landsmann auf der 3000km langen Strecke.“ ……der gesamte Text

Hier die gesamte Sendung auf ARTE

…und noch ein paar Fundstücke zum Mythos Ford Transit:

 

Ramadan

Seit gestern (1.8.2011) gilt der Fasten-Monat Ramadan für alle muslimisch Gläubigen. Inwieweit man sich an das strenge Fasten hält, ist natürlich jedem selbst überlassen. Jedoch sollte man einige Dinge darüber wissen, um nicht versehentlich ins Fettnäpfchen zu treten. Daher als Empfehlung von uns der Kleine Ramadan Knigge auf MiGazin.de.

Einige Auszüge aus dem Artikel:

1) Der Gruß: Das nächste Mal, wenn Sie ihrem muslimischen Kollegen begegnen, wünschen Sie ihm doch einfach eine gesegnete Fastenzeit, indem Sie ihn mit der Formel „Ramadan Karim“ oder „Ramadan Mubarak“ begrüßen. Solch eine Aufmerksamkeit ihrerseits erheitert das Gemüt, signalisiert Respekt und ihre Bereitschaft zum Lernen und trägt zum besseren Miteinander bei.

2) Positiv Denken: Ramadan ist für alle Muslime die fröhlichste Zeit des Jahres und alle fasten freiwillig und haben sehnsüchtig auf diesen Monat gewartet. Auch wenn viele ein wenig müde und abgeschlagen erscheinen, ist Ihr gut gemeintes Mitleid wirklich nicht nötig. Ihre positiven Worte der Anerkennung aber sind dagegen umso mehr willkommen. Aussagen wie „Oh wow ich bin beeindruckt. Das ist ja ’ne tolle Art von Selbstdisziplin,“ – kommt bestimmt besser an!

3) Mittagessen: Das Leben geht weiter und kein Muslim erwartet das sich nun alles und jeder nach seinem besonderen Fastenzyklus richten muss. Essen Sie bei Meetings oder Konferenzen ruhig in unserer Gegenwart und fühlen Sie sich bitte nicht unwohl dabei. Wir schätzen ihre Sensibilität aber sie müssen sich nicht jedes Mal rechtfertigen oder entschuldigen, wenn Sie in der Gegenwart von Muslimen essen. Verzeihen Sie uns aber auch, wenn der Magen ein wenig zu knurren anfängt, wenn Sie mit leckeren Speisen auftauchen.

4) Kein Wasser: Es ist wahr! Als Teil unserer spirituellen Disziplin trinken wir sogar bei brühender Hitze keinen Tropfen Wasser. Aber keine Sorge – kein Mensch ist vom Fasten allein gestorben und die Reserven, die man vor der Morgendämmerung zu sich genommen hat, reichen immer aus.

5) Fastenbrechen: Falls Ihr muslimischer Kollege oder Nachbar sie in die Moschee oder zu sich zu Hause zum Fastenbrechen einladen sollte, warum nehmen Sie die Einladung nicht einfach an? Generell ist der Monat Ramadan eine Zeit der Gemeinschaft, in der man gemeinsam zusammenkommt und auch für andere viel Gutes tut. Menschen kommen sich bei einem leckeren Essen sofort viel näher, man lernt viel Neues dazu und hat seinem Nachbarn oder Kollegen eine große Freude bereitet. Es ist eine schöne Gelegenheit, sein Wissen zu erweitern und mit all seinen Sinnen Ramadan aus erster Hand zu erleben. Keine Angst! Sie müssen nicht fasten um an einem Iftar (Fastenbrechen) teilzunehmen.

6) Voller Einsatz: Fasten bedeutet nicht, sich von allen Aufgaben zurückzuziehen. Im Gegenteil, alle Muslime folgen ihrem gewöhnlichen Arbeitsalltag und sehen sich nicht als Extrawurst. Sie vollbringen in beachtlicher Weise dieselbe Leistung wie ihre nicht-fastenden Kollegen.

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