Deutschland war bis vor kurzem Exportweltmeister. Nun ist es China. Was könnte Deutschland wieder an die Spitze der Charts bringen? Der Döner! Hey – aber Döner ist doch gar kein deutsches Exportgut?! Na ja – wie man es sieht. Natürlich ist der ursprüngliche Döner türkisch und kommt aus Kastamonu bzw. Bursa. Aber der deutsche Döner Kebap wurde in Berlin erfunden. Von Mehmet Aygün.

 

Nun hatte ein US-Amerikaner (asiatischer Abstammung – ein Zufall) die Idee in seiner Stadt Seattle ein Fast-Food-Lokal zu erföffnen. Es sollte etwas besonderes sein. Er hatte vor kurzem den Döner in Berlin, und zwar in Kreuzberg entdeckt. Da es die Zutaten nicht in den USA fertig zubereitet gibt, musste er selbst experimentieren. In Deutschland gibt es Bäckereien für Pide (Fladenbrot) und Döner-Fabriken für vorgefertigte Drehspieße. In den USA wohl nicht. Also selber machen bzw. Bäcker suchen. Das Pide bekommt er speziell gebacken. Auf der Facebook-Seite sieht man sogar ein Foto dazu. Das Besondere aber ist, dass er den Laden „TheBerliner – Döner Kebab“ nennt. Auf der Speisekarte findet man „THE BERLINER“, „THE MEHRINGDAMM“ und „THE FIERY KREUZBERG“. Ein wirklich echte deutsche Berliner Spezialität. Klasse! (Übrigens: laut deutschem Duden wird Kebap mit endendem „b“ als Empfehlung geschrieben. Im Türkischen ist es am Ende ein „p“.

Im Spiegel-Artikel dazu fand ich noch eine Textstelle so klasse:

Chris, ein Jurist, hatte eigentlich „German Bier“ erwartet, als er vor Victors Laden stand. Nach einer ersten Döner-Kostprobe stellte er dann fest: „Die Dinger sind prima – sehr frisch und vor allem mit ordentlich Geschmack.“ Eine andere Kundin hätte solche Speisen in Deutschland gar nicht vermutet. „Und das habt ihr an jeder Ecke?“, fragt sie etwas ungläubig. „Mann, müsst ihr ein glückliches Volk sein.“

Also macht Döner Deutsche glücklich. Also lasst uns glücklich über das beliebteste deutsche Fast-Food sein. 🙂

The Berliner in Seattle

Zusatz: ganz aktuell > unglückliche Italiener. In Italien wird der Döner schon verboten.

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