Bulgur

Selbsthergestellter Bulgur – goldener Pilav

Heute gibt es etwas Besonderes bei uns zu essen: Hausgemachter Bulgur aus Weizen von den Feldern meiner Urgroßeltern. Meine Eltern sind frisch aus Tarsus/Mersin angereist, im Gepäck ein Baumwoll-Säckchen mit „goldenem Pilav“, wie man die Nährwertbombe von jeher zurecht nennt. Ähnlich wie beim Gold, gilt auch hier je dunkler, desto naturbelassener und erlesener. Erst wenn man die Kleie entfernt, wie bei der industriellen Herstellung üblich,  wird der Bulgur so hell und gleichmäßig, verliert dadurch jedoch an Nährwerten.
Bulgur

Bulgur wird hauptsächlich aus Hartweizen hergestellt. Dieser wird erst vorgekocht, anschließend in der Sonne getrocknet und entweder mit einem Grützenschneider oder einer Art Steinmühle (Dibek, Dink) in verschiedene Feinheitsgrade gebrochen. Mit dem Feinheitsgrad des Bulgurs ändert sich auch die Zubereitungsart. Der feine „köftelik bulgur”, mit dem man kısır, mercimekli köfte oder içli köfte zubereitet, muss lediglich mit heißem Wasser benetzt werden, während der „pilavlık bulgur” und der besonders grobe „başbaşı bulgur”,  ähnlich wie der türkische Reis, nach dem Quellverfahren im Topf mit Wasser gegart wird. Da Bulgur viel Wasser aufnimmt, vervielfacht sich beim Quellvorgang sein Volumen um das Zwei- bis Dreifache.

 

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