Die Fußball EM 2016 🏆 in Frankreich hat begonnen und wir supporten natürlich die türkische Mannschaft genauso, wie die deutsche (wir haben ja in beiden Team doyç-türkişe Spieler ). Wir fiebern für beide mit und wünschen uns spannende, unvergessliche und faire Spiele. Aber nun zur Kulinarik. Im Rahmen der Europameisterschaft wollen wir euch mit Rezepten unterstützen, die natürlich an die Länderküchen angelehnt sind. Ihr könnt es aber auch gerne für andere Spiele oder Gelegenheiten verwenden.⚽️ Zum Start geht es los mit Türkei vs. Kroatien.

EM_2016_breit

Fußball EM 2016 Spiel-Termin: Türkei vs. Kroatien 12.06.2016, 15:00 Uhr

Vorbereitungszeit für die Rezepte: 2-3 Stunden

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Für das türkische Menü tritt an: Inegöl köfte mit Bulgur Pilav.
Die kroatische Mannschaft is(s)t mit
Ćevapčići und Djuwetsch-Reis dabei.

Ihr entscheidet euch nach dem Kochen, was für euch besser geschmeckt hat. 

Das verbindende Element an diesen Rezepten sind nicht nur die fast gleichen Köfte-Rezepte, sondern auch die Herkunft des Begriffes Djuvec, denn es kommt aus dem Türkischen und wurde abgeleitet von Güveç (s.u.).


inegöl_köfteRezept: İnegöl köfte mit Bulgur Pilav

İnegöl köfte (Frikadellen auf Inegöl-Art)

Diese Inegöl köfte sind in der türkischen Küchen- und Restaurant-Kultur nicht wegzudenken. Der berühmteste ist in Istanbul-Sultanahmet und da lohnt sich jedes Schlangestehen…

Zutaten für 4-6 Portionen

  • 600g Kalbshackfleisch (aus der Brust des Kalbs)
  • 1 Zwiebel, geschält
  • 1 gestrichener TL Natriumhydrogenkarbonat (ein Salz aus Natrium und Carbonat, auf Türkisch Karbonat)
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 TL edelsüsses Paprikapulver
  • 1 TL Zucker
  • etwa 1,5 TL Salz

Zubereitung

  1. Zwiebel in einen Zerkleinerer oder einer Küchenmaschine geben und fein hacken (falls man keine Küchenmaschine hat, einfach mit einer Reibe klein reiben). Hackfleisch, Natriumhydrogenkarbonat, Zitronensaft mit den Gewürzen vermengen und gut 10-15 Minuten gut durchkneten. Alle zutaten müssen sich vereinen.
  2. Die Hackfleischmasse in einem geschlossenen Gefäß ca. 2–24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen (je länger umso mehr entfalten sich die Aromen).
  3. Anschließend die Masse kurz kneten und daraus schlanke, runde Würste formen die etwa 5-6cm lang sind (im Durchmesser ca. 1,5-2cm). Auf einem flachen Teller mit etwas Abstand legen und in der Gefriertruhe anfrieren lassen. Dann in einen Gefrierbeutel umfüllen und wieder in die Kühltruhe geben.
  4. Vor dem Braten ca. 1 Stunde vorher aus der Tiefkühle heraus nehmen und antauen lassen. In einer Pfanne mit  ganz wenig Bratöl ständig wendend braten.
  • Tipp: rote Zwiebelscheiben mit ein wenig Sumak vermengen und dazu reichen.

Rezept: Bulgur Pilavı ~ Pilaw aus Bulgur

Bulgur ist schonend vorgegarter Hartweizen, getrocknet und anschließend grob oder fein zerkleinert. Feinen Bulgur nimmt man unter Anderem für Salate wie Kısır (Bulgursalat) oder Içli Köfte (mit Hackfleisch und Walnüssen gefüllte Bulgurklöse), den gröberen für Suppen und Pilaws. Bulgur Pilaw ist eine ganz klassische Beilage in Zentral-Anatolien, die wie türkischer Reis mit verschiedenen Zutaten (Fleisch und/oder Gemüse) gekocht wird.

Zutaten (für 4 Portionen)

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Rapsöl (oder Sonnenblumenöl)
  • 1 St Zwiebel, klein gewürfelt
  • 2 St grüne Spitzpaprika, klein gewürfelt
  • 1 TL Salça
  • 1 St aromatische Fleischtomate, gehäutet und grob gewürfelt
  • 1 Glas grober Bulgur, gewaschen und abgeseiht
  • 2 Glas Wasser (oder selbstgemachte Brühe)
  • 1 TL Salz
  • ½ TL frisch gemahlener Pfeffer
  • mit Schnittlauch oder gehackter Petersilie garnieren

Zubereitung

  1. Butter in einen beschichteten, flachen Topf geben, gewürfelte Zwiebeln und Paprika langsam darin anschwitzen bis sie Farbe bekommen. Das Salça und die gewürfelten Tomaten hinzufügen, unter gelegentlichen rühren weitere 4-5 Minuten köcheln lassen.
  2. Den Bulgur und das Wasser (oder Brühe) zum Gemüse geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Kurz aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 20 Min. garen, bis der Bulgur weich ist. Einmal umrühren und noch mal 5-10 Minuten ruhen lassen. Mit Schnittlauch oder gehackter Petersilie garniert servieren.

 

 


Rezept: Ćevapčići

Zutaten

  • 750 g Hackfleisch vom Rind (alternativ: Hack vom Schaf/Lamm oder gemischt)
  • 3 mittelgroße Zwiebeln (rote)
  • 2-3 Zehe/n Knoblauch
  • 1/2 EL Salz
  • 1/2 EL Pfeffer
  • 1,5 EL Paprikapulver, scharfes
  • 1,5 EL Paprikapulver, süßes
  • 1,5 EL Petersilie, getrocknete oder frisch kleingehackt
  • 1,5 EL Öl
  • 3 TL Backpulver
  • 150 ml Mineralwasser
  • Öl, zum Anbraten

Zubereitung

  1. Zwiebeln und Knoblauch sehr fein hacken oder in einem Mixer zerkleinern. In eine Schüssel mit dem Hackfleisch dazu geben. Alle Gewürze, das Öl, das Backpulver und das Mineralwasser hinzufügen.
  2. Die Masse mit den Händen ca. 20 – 30 Minuten kneten. Eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Dann aus dem Teig kleine Röllchen formen und auf eine bzw. mehrere Platten geben, sie sollen in etwa so aussehen wie etwas dickere Finger. Die Röllchenüber Nacht zum Durchziehen im Kühlschrank aufbewahren.
  4. Am nächsten Tag  in einer  beschichteten Pfanne die Röllchen rundum in heißem Öl anbraten.

Rezept Djuwetsch-Reis (Đuveč)

Zitat Wikipedia: Đuveč oder Gjuwetsch (bulgarischгювеч, mazedonischѓувеч, serbokroatisch đuveč bzw. ђувеч, türkischGüveç, griechischγιουβέτσιGiouvetsi) ist ein traditionelles südosteuropäischesSchmorgericht aus Gemüse und Fleisch, teilweise auch Reis. Es gilt in mehreren Staaten dieser Region als Nationalgericht. Der Name ist türkischer Herkunft und bezeichnete ursprünglich den zum Schmoren verwendeten Tontopf.

Zutaten (4 Portionen)

  • 1 rote / grüne Spitzparika (klein gewürfelt)
  • 1 Zwiebel (klein gewürfelt)
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 g Rundkornreis (Risotto)
  • Salz
  • 100 g Ajvar

Zubereitung

  1. Zwiebeln in der Pfanne mit etwas Olivenöl langsam andünsten. Paprika dazugeben.
  2. Zwischenzeitlich den Reis mehrmals waschen und in die Pfanne nach den Paprika geben. Kurz mit anrösten.
  3. ca. 350ml Wasser hinzufügen und den Ajvar unterrühren. Kurz aufkochen und ca. 15-20 Minuten bei ganz leichter Temperatur ziehen lassen.
  4. Weiteres Gemüse kann man in den Garprozess einbinden, wie z.B. Erbsen oder Mais.

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