Multikulturell

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HeirateDichTürkisch – Mein Blick in die türkische Kultur

By | Dezember 20th, 2010|HeirateDichTürkisch|

Selam KochDichTürkisch Leser,

mein Name ist David. Ich möchte und werde euch hier in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen mal meinen Blick in die türkische Kultur berichten. Aus meiner Sichtweise, mit allem, was ich so erlebe, denke und fühle.

Heirate Dich Türkisch

Der Hintergrund ist einfach. Ich habe mich in eine türkische Frau verliebt und werde sie bald heiraten, daher habe ich als Deutscher jetzt eine frische Sicht in und auf die türkische Kultur und lerne sehr viel Neues kennen und schätzen. Quasi „HeirateDichTürkisch“. Auch passend zum Thema „KochDichTürkisch“ werde ich unter anderem natürlich auch auf kullinarisches ein wenig eingehen und das Thema „SprichDichTürkisch“ einbringen, sobald ich mehr als nur ein paar Vokabeln gelernt habe und von meinen ersten großen Schritten in die türkische Sprache berichten kann.

Vorab muss ich dazu sagen, dass ich als Herkunftsdeutscher sehr positiv überrascht bin, von all den Farben und Formen, Geschmäckern und Bräuchen, die ich bisher kennenlernen durfte. Ich bin sehr glücklich darüber, einen so tiefen Einblick in diese Kultur zu erhalten, da der typische Deutsche ja sonst leider auf das angewiesen ist, was man so hört, liest und einfach so aufschnappt. Leider sind eben diese Informationen oft einfach falsch, oder werfen gar ein […]

Grippale Integration

By | Oktober 27th, 2010|Glosse, Migration | uyum, göç, Yosef|

In den letzten Wochen kam ich mir des Öfteren vor wie der Spielball bei den deutschen Meisterschaften im Populisten-Ping Pong. Auch muss ich immer öfter als Spalte und Prozentwert in Statistiktabellen herhalten und meine angeblich schon tote multikulturelle Existenz soll nur eine Fiktion in Rotwein getränkten Hirnen einiger unverbesserlicher Weltverbesserer sein. Tatsächlich bestehe ich jedoch aus einer Ansammlung von menschlichen Zellen und Genen. Diese wiederum sind wohl nicht nur auf einem unterstellten Verdummungstrip und laufen Fortpflanzungsamok, sondern sind auch noch recht anfällig für Viren. Egal, ob rein deutsche oder immigrierte.

Auch ein Migrant wird mal krank

Übrigens bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. Ich gebe zu, in der Regel erlangt ein gewöhnlicher grippaler Infekt nicht die Prominenz, um in Kolumnen erwähnt zu werden, es sei denn er stammt originär von kranken Schweinen. Doch für mich begann mit Husten und Heiserkeit noch eine ganz andere Leidenszeit. Ich habe mir nämlich einen Sonntag zum Auskurieren ausgesucht und nun liege ich da auf meinem Sofa und genehmige mir eine Dosis Fernsehen mit Bildungsauftrag. Doch während sich mein Organismus krampfhaft bemüht Antikörper zu bilden, bilden sich auf Designermöbeln sitzende Diskussionsteilnehmer und ihre Stichwortgeber ein, dass die möglichst häufige Nutzung von BILD-haften Darstellungen zwangsverheirateter und durchweg kopftuchtragender „Einheitsmigrantinnen“ und ungebildeter vorderasiatischer Rasur-Verweigerer und Al-Qaida Fanclubs, den Gegenüber zur Einsicht motivieren und mich Zuschauer zum Kauf ihrer auf dem Designer-Couchtisch wenig dezent plazierten Bücher animieren könnte.

„Verdammt, habe ich meinen Hustensaft überdosiert“ frage ich mich, als eine Diskutantin tatsächlich ihrem Gegenüber bitterböse vorwirft, ihr Buch nicht lesen zu wollen aber dafür den Sarrazin-Schmöker öffentlich zu diskutieren. Ist das Thema Einwanderungspolitik, Migrationsgeschichte und der richtige Umgang mit den Herausforderungen unserer Zeit und Generation, […]