Bulgur – goldener Pilav

Heute gibt es etwas ganz Besonderes bei uns zu essen: Hausgemachter Vollkorn-Bulgur aus Weizen von den Feldern meiner Urgroßeltern. Meine Eltern sind frisch aus Tarsus/Mersin angereist. Im Gepäck ein Baumwoll-Säckchen mit „goldenem Pilaw“, wie man die Nährwertbombe von jeher zurecht nennt.

Bulgur

Echter Vollkornbulgur ist in Deutschland leider nur schwer zu finden. Daher haben wir uns sehr darüber gefreut.

Von jeher gilt je dunkler, desto naturbelassener und erlesener. Erst wenn man die Kleie entfernt, wie bei der industriellen Herstellung üblich, wird der Bulgur hell und gleichmäßig, verliert dadurch jedoch an Nährwerten. Einige Hersteller bleichen sogar mit Natronlauge, um es noch heller zu bekommen. Demgemäß sollte man beim Kauf darauf achten Bio- oder Vollkorn Bulgurgetreide zu kaufen.

Bulgur

Bulgur wird übrigens aus Hartweizen hergestellt. Dieser wird erst vorgekocht, anschließend in der Sonne getrocknet. Mit einem Grützenschneider oder einer Art Steinmühle (dibek) wird das Getreide dann in verschiedene Feinheitsgrade gebrochen. Mit dem Feinheitsgrad ändert sich auch die Zubereitungsart.

Der feine „köftelik bulgur”, mit dem man kısır, mercimekli köfte oder içli köfte zubereitet, wird lediglich im Verhältnis 1:1 mit heißem Wasser befeuchtet und quillt auf.

Während der „pilavlık bulgur” und der besonders grobe „başbaşı bulgur”, ähnlich wie Reis mit Wasser gegart werden muss. Da Bulgur viel Wasser aufnimmt, vervielfacht sich beim Quellvorgang sein Volumen um das Zwei- bis Dreifache.

 

Auf unserem Blog findet viele weitere Rezepte dazu.